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Wildtiere sind keine Haustiere

Nicht nur in Zoologischen Gärten und Zirkussen werden wilde Tiere gehalten, auch in deutschen Wohnzimmern erfreuen sich nicht domestizierte Tierarten einer immer größeren Beliebtheit. Das "besondere" Haustier stellt für den Besitzer eine lebende Dekoration, ein Sammel- oder Prestigeobjekt dar. Für die Tiere hingegen bedeuten die nicht artgerechten Haltungsbedingungen großes Leid.


Wildfänge und illegaler Handel gefährden die Bestände

In Nordamerika, Japan und Europa ist die Nachfrage nach exotischen Tieren enorm. Selbst extrem bedrohte Tierarten stehen auf der Wunschliste dieser "Tierfreunde". Die rücksichtslose Plünderung der Natur dezimiert auch bislang nicht direkt bedrohte Arten in beängstigender Weise (insbesondere Zierfische, Vögel und Reptilien).

Ein Großteil der angebotenen Tiere stammt direkt aus der freien Wildbahn. Zwar wird der internationale Handel mit gefährdeten Arten durch das Washingtoner Artenschutzabkommen überwacht, doch der illegale Handel blüht. Einfuhrverbote werden häufig umgangen. So ist in der Praxis kaum nachprüfbar, ob es sich bei einem als "Nachzucht" deklarierten Tier wirklich um ein in Gefangenschaft aufgezogenes Tier oder nicht doch um einen Wildfang handelt.


Viele Tiere überleben den Transport nicht

Der Fang und Transport von Wildtieren ist immer mit unvorstellbarem Tierleid verbunden. Sie werden auf grausame Weise mit Netzen, Fallen, Leim oder gar Gift gefangen. Auf dem anschließenden Transport stirbt ein Großteil der Tiere durch Platzmangel, Stress, Panik, unzureichende Wasser- und Futterversorgung oder schlechte Belüftung. Immer wieder werden bei Kontrollen auf Flughäfen Kisten entdeckt, in denen nur ein kleiner Teil der transportierten Tiere überlebt hat.


Artwidrige Haltungsbedingungen machen die Tiere krank

Nach dem Verkauf erwartet die Wildtiere ein Leben in engen, nicht artgerechten Käfigen, oft ohne Artgenossen, fern ihres natürlichen Lebensraums. Langeweile und Einsamkeit führen in vielen Fällen zu selbstzerstörerischem Verhalten wie Federrupfen oder Aggressivität dem Halter gegenüber. Nicht selten werden lästig gewordene Exoten einfach ausgesetzt, oder sie können entkommen. Die Tiere können nicht nur den Menschen gefährlich werden, sondern auch für die heimische Flora und Fauna eine Bedrohung darstellen.

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