Kaninchenleid im Käfig
Weltweit leiden Kaninchen in Käfigbatterien für die Fleischmast. VIER PFOTEN setzt sich für ein Ende dieser Tierquälerei ein.
Endlose Reihen mit winzigen Käfigen – dicht gedrängt kauern darin Tausende Kaninchen. Viele sind verletzt oder verstümmelt, haben eitrige Augen und abgebissene Ohren. Die Luft ist stechend, giftig, durch die Ausdünstungen der Urin- und Kotberge unter den Käfigreihen.
Jeder hilflose Versuch eines Hoppelsprungs endet mit einem Stoß gegen das Gitter. Die Tiere sind krank, körperlich und psychisch; 20 bis 30 Prozent sterben vor dem Schlachttermin.
Handel muss reagieren
Bei Kaninchenfleisch kann der Handel nicht auf artgemäß gehaltene Tiere ausweichen, denn es gibt dieses nicht in ausreichender Menge aus alternativer Haltung. Nur Kaufland setzt regional auf Kaninchenfleisch aus alternativer Bodenhaltung.
So ist der konsequente Verzicht auf Kaninchenfleisch zurzeit der einzig gangbare Weg. Konsequent reagiert hat bisher die Supermarktkette Lidl, die Kaninchenfleisch aus dem Sortiment gestrichen hat. VIER PFOTEN setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass weitere Supermarktketten der Entscheidung von Lidl folgen.
Pilotprojekt Bodenhaltung mit Auslauf
Um den Lebensmittel-Einzelhandel schnellstmöglich zu einem Umdenken zu bewegen, ist es nötig, auch die Entwicklung alternativer Kaninchenhaltungen zu unterstützen, die den Tieren ein würdiges Dasein bieten.
VIER PFOTEN engagiert sich in einem Forschungsprojekt, das ein Haltungssystem in Gruppen, mit Einstreu, erhöhten Ebenen und einem überdachten Auslauf vorsieht.
Politik: Erste Erfolge in Österreich
EU-weit gibt es keine gesetzlichen Regelungen, die Vorgaben für die Haltung von Kaninchen machen. In Österreich konnte VIER PFOTEN jedoch ein Käfigverbot erreichen, das ab dem 1. Januar 2012 in Kraft tritt.
17.03.2010
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